Die Reise ist nie zu Ende

Heute war mein letzter Tag auf meiner Lieblingsinsel Koh Phangan in Thailand. Ich war jetzt schon das vierte Mal hier und es war auch dieses Mal wieder komplett anders als die anderen Male als ich hier war. Es kommt mir vor als hätte diese Insel jedes Mal ein bestimmtes Thema für mich parat, an dem ich arbeiten darf. Ein kleiner Rückblick auf meine vier magischsten inneren Reisen auf dieser besonderen Insel und welchen meiner Schatten ich dieses Mal genauer anschauen durfte.

Als ich das erste Mal hier war (März 2017) durfte ich meine Flugangst für immer loslassen. Und die Angst verlassen zu werden, Eifersucht, Kontrollsucht. Außerdem habe ich meine Tauchausbildung gemacht und so auch meine Angst vor der Tiefe des Meeres besiegt. Diese erste Reise auf Koh Phangan war damals ein revolutionärer Schritt für mich viel mehr ins Vertrauen zu gehen - in andere Menschen und ins Leben generell.


Das zweite Mal (November 2017) war ich hier um die intensivste Reise überhaupt in meinem Leben zu bestreiten. Zunächst ahnte ich noch nicht, was eine Yoga-Ausbildung hier in mir verändern könnte. Und dann wurde ich mit tiefstem Schock, Trauer, Schuld und Scham konfrontiert. Wenn ich jetzt daran zurückdenke fühlen sich die drei Wochen von damals wie Monate an. Es ist wie ein Zeitpunkt meines eigenen Todes und einer Wiedergeburt in mein wahres Ich. Damals habe ich das erste Mal zutiefst erfahren, wie wertvoll und kurz mein Leben ist. Und dass niemand meine Träume für mich leben würde, wenn ich es nicht selbst tue.


Der dritte Aufenthalt hier (Mai/Juni 2018) zeigte mir, dass es okay ist, ganz für mich zu sein. Dass ich mir die Zeit nehmen darf, um meine eigenen Themen zu verarbeiten. Und dass ich aus meiner eigenen Kraft den größten Mehrwert für andere schaffen kann. Es war die Reise, an der ich mein erstes Zertifikat für meine darauffolgende Tätigkeit als Yogalehrerin bekam. Nach dieser Reise machte ich mich sofort damit selbstständig. Ich hab keine Sekunde darüber nachgedacht. Es war eine glasklare Entscheidung jetzt dieses Wissen, diese Erfahrung, die ich selbst damit machen durfte auch mit anderen Menschen zu teilen.


Und jetzt, drei Jahre später (November 2021) war ich das vierte Mal auf dieser magischen Insel. Diesmal durfte ich erfahren wie unglaublich wertvoll es ist eine Verbündete im Leben zu haben, eine Seelenschwester, jemanden, der dich hundertprozentig so annimmt wie du bist und bedingungslos dafür feiert. Und ich durfte meinem tiefsten Schatten immer und immer wieder begegnen: mein eigenes Gefühl der Wertlosigkeit, welches mein gesamtes bisheriges Leben überschattet hat. Der Grund, warum ich mich immer wieder selbst sabotiert habe. Auf dieser Reise durfte ich Neid loslassen und stattdessen meine eigene Einzigartigkeit feiern und annehmen. Es war insgesamt eine schwierige und düstere Reise. Aber gleichzeitig war es ein weiterer Befreiungsschlag - vor allem auch für meine Selbstständigkeit und mein Fülle-Mindset. Ich habe erkannt, dass ich immer erfolgreich bin, solange ich authentisch bin und aus dem Herzen heraus teile. Ich bin unendlich wertvoll. Danke magische Insel und danke meine Soulsister, dass ihr mich auf diesem intensiven Weg der Erkenntnis begleitet habt!


Es ist total spannend, weil ich eigentlich dachte, dass andere Themen viel intensiver aufkommen würden. Dabei durfte ich feststellen, dass ich mit vielen anderen Schattenthemen meiner Vergangenheit bereits im Frieden bin. Es ist unglaublich schön zu erleben wie weit mich die Bewusstseinsarbeit der letzten Jahre gebracht hat. Wie wertvoll meine eigene Yogapraxis für mich ist. Und auch diese durfte ich weiter verfeinern, um sie noch besser an mich und meine Bedürfnisse anzupassen. Die Insel hat mir auch dieses Mal so viel gegeben und dafür bin ich unendlich dankbar.


Und jetzt bin ich bereit nach Hause zu gehen. Transformation beendet. Für jetzt. Denn diese Reise geht nie zu Ende.

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