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  • Steffi Li

Ich war seit 3 Jahren nicht mehr krank

Es ist tatsächlich so, dass ich nun seit über 3 Jahren nicht mehr krank war. [Einzige Ausnahme - während meiner Pancha Karma Kur in Indien hatte ich starke Halsschmerzen, aber die waren eine Folge der Entgiftung] Ich hatte schon jahrelang keinen Schnupfen oder Husten mehr, auch nicht im Winter. Ich fühle mich fitter und gesünder denn je. Und das verdanke ich drei Dingen, die ich vor dreieinhalb Jahren radikal für mich verändert habe. Diese drei Dinge möchte ich in diesem Blogartikel mit dir teilen.


Zunächst einmal möchte ich klarstellen, dass das nicht immer so war. Ich war nicht immer gesund. Es war sogar ziemlich das Gegenteil der Fall. Ich war sehr oft krank. Für mich war es zum Beispiel normal über den Winter hindurch ständig Schnupfen oder Halsschmerzen zu haben. Ich war immer diejenige, die während der Prüfungszeit auf der Uni Hustenanfälle bekam. Mindestens einmal im Monat war ich beim Hausarzt oder in der Apotheke. Sogar im Sommer hatte ich immer wieder mit Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen zu kämpfen. Ich redete mir ein, ich hätte einfach ein schwaches Immunsystem, war als Baby nicht lange genug gestillt worden oder dass es einfach zum Leben dazugehörte immer wieder krank zu sein. Rückblickend finde ich es schade, dass ich mir das 26 Jahre lang geglaubt habe.


Aus heutiger Sicht weiß ich ganz genau, woran es lag, dass ich so oft krank war und ich vor allem unter Atemwegserkrankungen litt. Der Hals und Brustbereich ist laut Ayurveda der Hauptsitz des Kapha-Doshas. Kapha wird vor allem durch Milchprodukte verstärkt. Ich habe damals vegetarisch gelebt und extrem viel Käse, Jogurt und andere Milchprodukte konsumiert. Genau diese Lebensmittel führen aber im Übermaß zu Atemwegserkrankungen. Ich lebte in der Großstadt und kam nur selten in Kontakt mit der Natur, was - ebenfalls aus ayurvedischer Sicht - das Immunsystem stark schwächt. Darüber hinaus hatte ich einen sehr fordernden Lebensstil, in dem ich mir so gut wie keine Entspannung und Ruhephasen gegönnt habe. Doch dann kam mein Sinneswandel und ich habe innerhalb weniger Monate drei essentielle Dinge in meinem Leben verändert:


1. Ich habe die Milchprodukte weggelassen.


Heute ernähre ich mich großteils vegan. Die gesundheitlichen Effekte auf meinen Körper sind nicht zu übersehen. Es ist mir anfangs schwer gefallen, vor allem auf Käse zu verzichten (weil dieser erwiesenermaßen süchtig macht), es war für meine gesunde Ernährung trotzdem (nach dem Verzicht auf Fleisch als ich 16 war) einer der wichtigsten Schritte. Ich gebe offen zu, dass ich während des ersten Monats meines veganen Lebens erstmal noch kranker geworden bin. Laut Ayurveda ist das so zu erklären: Bei jeder Heilung treten zunächst alle Symptome, die man im Laufe des Lebens aufgrund dieser Ansammlung an Ama (Giftstoffen) erfahren hat, noch einmal auf, bevor sie endgültig aus dem System verschwunden und geheilt sind. Ab diesem Zeitpunkt, hatte ich keine einzige Atemwegserkrankung mehr. Da ich laut Ayurveda ein Pitta-Vata-Typ bin, brauche ich trotzdem viel Kapha, um mich auszugleichen. Dieses hole ich mir mittlerweile aus gesünderen Quellen wie z.B. Wurzelgemüse, gut gekochte warme Speisen, Ölmassagen, Spaziergänge in der Natur oder erdende Yoga-Asanas.


2. Ich habe mit dem Yoga begonnen.


Bis zu meinem 26. Lebensjahr habe ich keinen einzigen Yoga-Kurs besucht. Ich dachte immer das wär nichts für mich. Ich war mehr daran interessiert mich auszupowern (ich wusste nicht, dass man das mit Yoga durchaus auch kann) und den Körper zur Erschöpfung zu bringen, weil es für mich damals der einzige Weg war abends zumindest ein bisschen abzuschalten. Mein System war dermaßen außer Balance, dass ich es nicht ertragen konnte wirklich zur Ruhe zu kommen. Mir wurde entweder sofort langweilig (ein machtvoller Verdrängungsmechanismus des Verstandes) oder ich wurde mit all meinen negativen Glaubenssätzen konfrontiert und wollte mich nicht damit auseinandersetzen. Ich entschied mich immer wieder für die Komfortzone: funktionieren, Leistung erbringen und alles andere verdrängen. Das gab mir ein Gefühl von Anerkennung und Sicherheit. Es brauchte einen echten emotionalen Breakdown, um mir bewusst zu machen, dass es so nicht weitergehen konnte. Und dann kam Yoga in mein Leben. Und mein Weg zur inneren und äußeren Heilung konnte endlich beginnen.


3. Ich bin aus der Stadt wieder zurück in die Natur gezogen.


Von einer Wohnung in der Wiener Innenstadt bin ich zurück in meine Heimat gezogen. Umgeben von meinen geliebten Bergen, in ein Haus umringt von Wiesen, Wald und Stille. Ich dachte die Stadt würde mich glücklich machen. Heute weiß ich, dass sie ein zu hektischer und lauter Ort für einen introvertierten und sensiblen Menschen wie mich ist. Der Umzug war trotzdem schwer für mich. Ich hatte vor allem berufliche und finanzielle Sorgen. Meine Idee mich als Yogalehrerin selbstständig zu machen kam mir erst eineinhalb Jahre später. Was ich aber sofort spürte, war die positive Wirkung der Natur auf mein Gemüt und meine Gesundheit. Ich fing an täglich spazieren zu gehen, ließ die Stille auf mich wirken und nahm umringt von dieser wunderschönen Natur auch meine eigenen Bedürfnisse wieder stärker wahr. Ich fand zurück zu meiner Intuition und überließ ihr immer mehr Entscheidungsfreiheit über meine Ernährung, meine körperliche Bewegung, meinen Beruf. Ich glaube die Verbindung zurück zur Natur war der wichtigste Faktor für meine heutige Gesundheit. Es war wie eine Erinnerung an meine eigene Natur, meine wahren Bedürfnisse, mein eigentliches Wesen. Auch im Ayurveda wird der Natur mitunter die größte Heilkraft zugesprochen. Ein Leben im Einklang mit der Natur ist essentiell für ein gesundes und erfülltes Leben.


Das waren die drei Faktoren, die für mich persönlich die größte Veränderung in meinem Leben bewirkt haben. Natürlich kamen danach viele weitere hinzu, die für mein Glück und meine Gesundheit mindestens ebenso wichtig waren wie z.B. eine erfüllte Beziehung, die vielen Reisen, die ich unternommen habe, mein Eintauchen in das uralte Wissen von Ayurveda, mein Weg hin zur Spiritualität oder dass ich aufgehört habe Alkohol zu trinken. Trotzdem waren die drei genannten Punkte im Herbst 2016 der Startschuss für mein heutiges gesundes und erfülltes Leben. Und dafür bin ich für immer dankbar. Davor wusste ich überhaupt nicht, wie gut es sich anfühlt immer gesund zu sein, immer total fit zu sein, voller Energie und Tatendrang. Klar braucht mein Körper auch hin und wieder Ruhe, aber die gebe ich ihm mittlerweile gerne und sehr bewusst. Ich habe keine Angst mehr davor allein mit meinen Gedanken zu sein. Ich liebe inzwischen auch ruhigere Yogastile wie Yin Yoga oder Yoga Nidra. Ich genieße die Stille. Denn in der Stille spricht mein Körper zu mir und sagt mir ganz genau, wie ich ihn am besten unterstützen kann, um gesund zu bleiben und immer mehr in mein inneres Gleichgewicht zu finden.


Ich hoffe dieser Blogartikel konnte dich inspirieren deine eigenen Lebensumstände ein wenig zu hinterfragen und mehr auf deine Intuition zu vertrauen. Was brauchst du, um vollkommen gesund und in deiner Kraft zu sein? Was macht dich wirklich glücklich?

Schreib es mir gerne in die Kommentare!


Ich wünsche dir einen traumhaften Tag!

Namasté

Steffi

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