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  • Steffi Li

Mein größtes Ziel 2020

Ich habe mir im Jänner diesen Jahres ganz bewusst große Ziele gesetzt und dazu ein Vision Board gestaltet. Neben einer weiteren Yoga-Ausbildung, einer Campingreise und dem Ausbau unseres Hauses stand da ein Begriff besonders groß drauf: GESUNDHEIT. Nun bin ich ja bereits ein gesundheitsbewusster Mensch und du wirst dich vielleicht fragen, was ich mir in diesem Bereich so ersehnt habe. Genau darum geht es in diesem Blogbeitrag.

Dieses Ziel zu erreichen hat in mir alles verändert.

Heute vor einem Jahr

Ich war bei einer Vorsorgeuntersuchung beim Arzt. Alles war top, auch meine Blutwerte waren einwandfrei. Fehlte nur noch das EKG. Und dieses zeichnete etwas auf, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Mein Herz schlug öfter als es müsste. Alle fünf Schläge machte es einen Extraschlag. Das beunruhigte mich. Doch der Arzt versicherte mir, dass das nichts Krankhaftes und auch nichts gefährliches sei, da der Rhythmus trotzdem regelmäßig war. Das komme bei jungen Menschen häufiger vor. Man könne auch nichts dagegen tun. Mein Herz schlug einfach so wie es schlug.


Trotzdem ließ mir das keine Ruhe

Ich fühlte mich unwohl damit. Und ich fühlte mich generell schon seit langem irgendwie unwohl in meinem Körper. Ich hatte immer wieder mit Gelenks- und Rückenproblemen zu tun, die ich zwar durch viel Yoga ausgleichen konnte, die aber trotzdem nie ganz weg gingen. Ich hatte zu dieser Zeit auch gröbere Zahnprobleme und ich fühlte mich innerlich sehr oft ängstlich und nervös. Die Ärzte versicherten mir ich sei gesund und trotzdem fühlte ich mich nicht so. Ich war noch nicht ganz in mir angekommen. Ich hatte das Gefühl, dass da noch so viel mehr Lebensqualität möglich wäre. Also fing ich an mich mit dem Ayurveda zu befassen. Dieser versprach den Menschen als Ganzen zu betrachten und die tatsächliche Ursache für seine Probleme herauszufinden. Ich kaufte ein Buch und begann ein paar der wichtigsten Empfehlungen zu folgen. Schon nach wenigen Wochen fühlte ich mich besser. Und weil ich ein Mensch bin, der gleich aufs Ganze geht, wenn er sich für etwas interessiert, beschloss ich für ein paar Monate nach Indien zu reisen und eine komplette Ayurveda-Ausbildung zu machen.

Im Ayurveda-Zentrum in Rishikesh fühlte ich mich sofort gut aufgehoben.

Was mein Ayurvedaarzt sagte

Am ersten Tag meiner Ausbildung in Rishikesh hatte ich ein Konsultationsgespräch mit Dr. Vinod Kumar. Er ist der Leiter des Ayurveda-Zentrums und seit vielen Jahrzehnten praktizierender Ayurvedaarzt. Er stellte mir Fragen zu meiner Gesundheit und ermittelte mithilfe der Pulsdiagnose meine Konstitution (meine individuelle Zusammensetzung der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha) und meinen gestörten Zustand (wie weit ich im Laufe meines Lebens durch einen falschen Lebensstil und unpassende Ernährung davon abgewichen war). Im Ayurveda ist es oberstes Ziel die natürliche Konstitution, die man von Geburt an hat, möglichst zu bewahren und in Balance zu halten. So erfreut man sich einem langen und gesunden Leben. Dr. Vinod stellte bei mir Vata-Pitta fest, obwohl meine eigentliche Natur Pitta-Vata war. Das heißt, mein Vata-Anteil im Körper war viel zu hoch und brachte mich in ein körperliches und emotionales Ungleichgewicht. Obwohl ich laut westlicher Medizin als "gesund" galt, stellte mein Ayurvedaarzt dieses alarmierende Ungleichgewicht fest, welches laut Ayurveda so schnell wie möglich ausgeglichen werden sollte, damit es keine zukünftigen Krankheiten hervorrufen konnte. Alle diese Symptome, die ich hatte, waren laut Ayurveda auf dieses Vata-Übermaß zurückzuführen. Vor allem der zusätzliche Herzschlag sei ein klares Indiz dafür und sollte unbedingt behandelt werden. Ich wusste intuitiv, dass eine ayurvedische Pancha Karma Kur das richtige war, um mich zurück in die Balance zu bringen.


Also begann ich mit einer Ayurveda-Kur

Meine Behandlung (die ich neben meiner Ausbildung zur Ayurveda-Therapeutin machte) bestand in einer 10-tägigen Reinigungs- und Entgiftungskur mit täglichen Öl-Massagen, Marma-Therapie und Dampfbädern. Dazu bekam ich spezielle Ernährungsempfehlungen. Am Ende der Behandlung wurde das überschüssige Vata aus meinem System abgeführt. Während dieser Kur ging es mir richtig schlecht. Ich spürte alle meine Symptome plötzlich noch deutlicher. Danach startete die eigentliche Heilung in der Form einer Aufbaukur mit ayurvedischen Heilkräuter-Präparaten "Rasayanas", die ich für drei Monate täglich einnahm. Sofort verschwanden die ersten Symptome wieder und ich fühlte mich wie neu geboren. Auch für Zuhause bekam ich Ernährungs- und Lebensstilempfehlungen mit, die ich zumindest für ein Jahr so streng wie möglich einhalten sollte. Ayurveda-Behandlungen dauern lange, dafür wirken sie nachhaltig und beseitigen nicht nur Symptome, sondern die Ursache.

Im Ayurveda gibt es für jeden Menschen individuelle Empfehlungen.

Ich begann die Wirkung zu spüren

Als die Monate vergingen und ich mich nach den Vorgaben meines Arztes ernährte, bewegte und vor allem Stress reduzierte, indem ich ganz bewusst Entspannungstechniken in meinen Alltag integrierte, fühlte ich mich nach und nach besser. Meine Rückenschmerzen waren bereits nach der Entgiftung völlig verschwunden (ich brauchte auch keine Yoga-übungen mehr dafür). Meine Gelenke spürte ich mit der Zeit immer weniger. Meine Zähne wurden gesünder und weißer und ich fühlte mich innerlich viel ruhiger und gelassener als noch in den Jahren zuvor. Doch mein Herz schlug nach wie vor ein paar Mal zu oft. Deshalb setzte ich mir als oberstes Ziel für 2020 alles dafür zu tun, damit auch mein Herz wieder normal schlägt. Denn das wäre für mich der ultimative Beweis dafür, dass Ayurveda tatsächlich funktioniert.


Und irgendwann ging mein Wunsch in Erfüllung

Im Juli 2020 ging ich wieder zur Vorsorgeuntersuchung. Ich hatte davor bereits wahrgenommen, dass sich mein Puls angenehmer und sanfter anfühlte. Mir ging es generell so viel besser als noch vor einem Jahr. Und dann bekam ich die Bestätigung: Mein Herz machte keine Extraschläge mehr. Ich fuhr nach Hause und konnte es kaum glauben. Ich war geheilt. Ich habe es tatsächlich geschafft mein jahrelang angehäuftes Vata aus dem Körper zu entfernen. Ich war wieder ich selbst. Pitta-Vata und nicht Vata-Pitta. Und plötzlich wusste ich wie es anfühlte völlig im Einklang mit meiner Natur zu sein, zu 100% gesund. Nicht nur "nicht krank" wie ich es laut Schulmedizin vorher schon war, sondern total in meiner Kraft und mit der gesamten Lebensenergie bei mir.

Mein Fazit:

Auch wenn dieser zusätzliche Herzschlag nicht lebensbedrohlich oder krankhaft war, so war er trotzdem für mich die Bestätigung, die ich noch gebraucht habe, um der Heilkraft des Ayurveda wirklich zu hundert Prozent zu vertrauen. Es ist so einfach, bodenständig, naturnah und trotzdem effektiv. Als nächsten Schritt werde ich mein Hormonsystem, welches mit meinem noch etwas zu hohen Pitta zusammenhängt und nach wie vor manchmal Hautunreinheiten verursacht mit ayurvedischen Methoden auszugleichen.


Ich werde die Empfehlungen weiter in mein tägliches Leben integrieren, Ayurveda-Kuren von Zuhause aus machen und mein erlangtes Wissen und meine Erfahrungen mit so vielen Menschen wie möglich teilen. Denn ich glaube wir alle können ein bisschen mehr Balance und Lebenskraft vertragen ;)

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